Bauschäden aller Art suchen mittels Bauthermografie

Mit einer Wärmebildkamera lassen sich verdeckte Bauschäden zerstörungsarm aufspüren.

Bauschäden aller Art suchen mittels Bauthermografie

1. Vorbemerkungen

Auf dieser Seite informieren wir über die moderne Technologie der Bauschadenthermografie und der Leckagenortung.

Früher ließen sich verborgene Bauwerksschäden nur durch zeit- und kostenintensive Bauwerksöffnungen erkennen. Die Bauschadenthermografie ermöglicht heute eine schnelle und gründliche Analyse von vermuteten oder sichtbaren Schäden zerstörungsfrei und kostengünstig, ohne die Fassade oder andere Bauteile optisch zu beeinträchtigen.

Was sind Leckagen?

Leckagen sind Undichtigkeiten wie Löcher oder Risse in einer technischen Konstruktion. Sie beeinträchtigen abdichtende Schichten und führen zu Tauwasserschäden, Schimmelbildung und Energieverlusten. Leckagen müssen frühzeitig erkannt und beseitigt werden.

Wo können Leckagen vorkommen?

  • Rohrleitungssysteme wie Fußbodenheizungen, Frischwasserleitungen, Abwasserleitungen oder Gasleitungen
  • Mauerwerksöffnungen wie Risse, Löcher oder mangelhafte Abdichtungen
  • Betondecken mit ungeeigneter Betongüte
  • Dachsysteme mit verdeckten Rissen oder Fehllagen von Dachsteinen
  • Kellerabdichtungen mit Einbaufehlern
  • Bauwerke mit Ausführungsfehlern
  • Wärmedämmungen von Gebäuden

Heute sind kostenintensive Bauwerksöffnungen zur Leckagesuche in vielen Fällen nicht mehr notwendig, da die Bauschadenthermografie als anerkannte Regel der Technik eingesetzt wird.

2. Was ist Bauschadenthermografie und was kann sie?

Was ist Bauschadenthermografie?

Bauthermografie erstellt Wärmebilder mittels Infrarotkamera. Jedes Objekt strahlt Wärme ab. Der größte Teil dieser Strahlung liegt im Infrarotbereich und ist für das menschliche Auge unsichtbar.

Die Wärmebildkamera misst diese Strahlung berührungslos und zerstörungsfrei. So werden thermische Schwachstellen an der Gebäudehülle sichtbar. Moderne Kameras speichern zehntausende Messpunkte pro Bild. Dadurch lassen sich Temperaturunterschiede exakt auswerten.

Was kann Bauschadenthermografie?

Sie wird eingesetzt, wenn Schäden schwer zugänglich sind oder ohne Zerstörung nicht lokalisiert werden können. Beispiele:

  • Sichtbarmachung von Wärmeverlusten in Dämmungen
  • Erkennung von Leckagen in Dachsystemen
  • Ortung von Leitungsbrüchen in Fußbodenheizungen
  • Nachweis von Feuchteschäden und Wärmebrücken
  • Leitungsschäden in wasser-, dampf- oder gasführenden Systemen

Fazit:

Die Bauschadenthermografie ist die zerstörungsfreie Technologie für Inspektionen zu Leckagen und Einfeuchtungen.

Was kann Bauschadenthermografie nicht?

Thermografie kann nicht durch Luftschichten oder Metalle sehen. Eine Wärmebildkamera ist kein Röntgengerät. Sie misst ausschließlich Oberflächentemperaturen und bewertet Temperaturunterschiede.

Typische Einsatzgebiete

Fußbodenheizung und Heizkörper

Temperaturverteilungen werden sichtbar. Undichte Stellen, Verstopfungen oder Fehlfunktionen der Heizungsanlage lassen sich erkennen.

Fernwärme

Leckagen in Fernwärmenetzen können aus der Luft oder vom Boden aus lokalisiert werden. Das reduziert Suchaufwand und Kosten.

Feuchte und Schimmel

Feuchte Bereiche und potenzielle Schimmelzonen werden sichtbar. Eindringendes Wasser zählt zu den häufigsten Ursachen für Schimmelbildung.

Blower Door

In Kombination mit einem Unterdruckverfahren werden Undichtigkeiten der Gebäudehülle sichtbar gemacht.

Beste Untersuchungszeit

Für Wärmebrückenanalysen eignet sich die Zeit von Ende Oktober bis Anfang April. Ein Temperaturunterschied von mindestens 10 Grad zwischen innen und außen ist erforderlich.

Feuchteschäden können ganzjährig untersucht werden.

Kann Thermografie durch Wände sehen?

Nein. Sie misst nur Oberflächentemperaturen. Rückschlüsse auf dahinterliegende Strukturen sind nur durch bauphysikalische Interpretation möglich.

Ist Bauschadenthermografie teuer?

Eine eigene Kamera ist teuer und für einmalige Untersuchungen wirtschaftlich nicht sinnvoll. Für einzelne Untersuchungen empfiehlt sich ein spezialisierter Dienstleister.

Energetische Bewertung von Gebäuden

Mit Gebäudethermografie lassen sich Risse, Feuchtequellen und Wärmebrücken feststellen. Steigende Energiepreise erhöhen die Bedeutung dieser Untersuchungen.

Bauphysikalische Grundlagen

Eine undichte Gebäudehülle führt zu Wärmeverlusten, Tauwasserschäden und einem unangenehmen Raumklima.

Folgen einer undichten Gebäudehülle:

  • Tauwasserausfall in Konstruktionen
  • Lüftungswärmeverluste
  • Zugerscheinungen
  • Eintrag von Luftschadstoffen
  • Schallübertragung durch Fugen
  • Verminderte Dämmwirkung

3. Die Gefahren aus Leckagen

Gefahren entstehen aus:

  1. Defekten Rohrleitungssystemen
  2. Undichten Kellerabdichtungen
  3. Fehlerhaftem Betoneinbau
  4. Undichten Dachsystemen
  5. Wärmebrücken
  6. Ausführungsfehlern
  7. Gesundheitsgefahren

Undichte Gasleitungen können Explosionen oder Vergiftungen verursachen. Flüssigkeitsführende Leitungen können Feuchteschäden, Schimmel oder Verbrühungen verursachen. Undichte Keller führen zu dauerhafter Durchfeuchtung und Schimmelbildung.

4. Notwendige Sofortmaßnahmen nach dem Erkennen von Leckagen

  • Leitungen sofort am nächsten Absperrventil schließen.
  • Bei Gefahrstoffen Behörden, Feuerwehr oder Fachfirmen informieren.
  • Bei Gasaustritt lüften und offene Flammen vermeiden.

Für Beratung und Gutachtenerstellung zur Leckageortung stehen wir Ihnen mit Erstgespräch und Schadensbesichtigung zur Verfügung.

5. Unser Leistungsangebot und die Kosten

5.1 Vorbemerkungen

Nach Erstgespräch und Besichtigung bieten wir Gutachterleistungen zur Ursachenfeststellung an. Anschließend kann ein Gutachten beauftragt werden.

5.2 Leistungen zur Erstbesichtigung

Benötigte Unterlagen können sein:

  • Bauzeichnungen
  • Rohrleitungspläne
  • Flächen- und Volumenberechnungen
  • Mietverträge
  • Vereinbarungen zu Rechten Dritter

Im Gespräch klären wir:

  • Vorleistungen
  • Allgemeines oder gerichtsfestes Gutachten
  • Fertigstellungstermin
  • Anzahl der Exemplare
  • Zweck des Gutachtens

Weitere Leistungen können Abschlussberichte, Ursachengutachten, Beweisverfahren oder gerichtliche Gutachten umfassen.

6. Häufig gestellte Fragen zur Bauthermografie

1. Welche Bauschäden lassen sich mit Thermografie zuverlässig erkennen?+
Wärmebrücken, Feuchteschäden, Dämmfehler, Luftundichtigkeiten, Leckagen, Leitungsdefekte und energetische Schwachstellen.
2. Warum eignet sich Thermografie besonders für verdeckte Bau-schäden?+
Weil Temperaturunterschiede Oberflächenanomalien sichtbar machen, ohne Bauteile zu öffnen.
3. Welche Rolle spielt der Temperaturunterschied zwischen innen und außen?+
Mindestens 10–15°C Differenz sind notwendig, um Schäden klar abbilden zu können.
4. Können Dämmfehler mit Thermografie nachgewiesen werden?+
Ja, unzureichend gedämmte Bereiche erscheinen als warme oder kalte Zonen.
5. Wie erkennt man Wärmebrücken im Wärmebild?+
Durch lokal abweichende Oberflächentemperaturen, meist kältere Bereiche im Innenraum.
6. Kann Thermografie Feuchtigkeit sichtbar machen?+
Ja, feuchte Bauteile zeigen veränderte Temperaturverläufe durch Verdunstungskälte.
7. Wie unterscheidet man Feuchte von Dämmfehlern?+
Feuchte zeigt unregelmäßige, diffuse Muster; Dämmfehler zeigen klare geometrische Strukturen.
8. Können undichte Fensteranschlüsse erkannt werden?+
Ja, durch kalte Einströmzonen oder warme Austrittsbereiche.
9. Wie erkennt man Luftundichtigkeiten in der Gebäudehülle?+
Durch Temperaturverwirbelungen, besonders in Kombination mit Blower Door Test.
10. Können Heizungsleitungen lokalisiert werden?+
Ja, sowohl funktionierende als auch defekte Leitungen sind thermisch sichtbar.
11. Wie erkennt man Leckagen in Warmwasserleitungen?+
Durch punktuelle Erwärmungen oder untypische Wärmeausbreitung.
12. Wie erkennt man Leckagen in Kaltwasserleitungen?+
Durch lokale Abkühlungen oder feuchtebedingte Temperaturmuster.
13. Können Fußbodenheizungen überprüft werden?+
Ja, Verlauf, Fehlstellen, Luftblasen und ungleichmäßige Wärme-verteilung werden sichtbar.
14. Wie erkennt man defekte Heizkreise?+
Durch fehlende oder unregelmäßige Erwärmung im betroffenen Bereich.
15. Können Rohrbrüche thermografisch nachgewiesen werden?+
Ja, durch untypische Wärme- oder Kältefelder im Bauteil.
16. Wie erkennt man Schimmelrisikobereiche?+
Durch kalte Wandzonen, die Kondensation und mikrobielles Wachstum begünstigen.
17. Können Hohlräume oder fehlende Dämmung sichtbar werden?+
Ja, sie zeigen sich als großflächige Temperaturabweichungen.
18. Wie erkennt man mangelhafte Dachisolierung?+
Durch Wärmeverluste an Sparren, Anschlüssen und Dachflächen.
19. Können Undichtigkeiten an Flachdächern erkannt werden?+
Ja, feuchte Dämmung zeigt thermische Anomalien.
20. Wie erkennt man Wärmeverluste an Rollladenkästen?+
Durch lineare Kältebrücken im Innenraum.
21. Können Installationsschächte thermisch bewertet werden?+
Ja, Wärmeabstrahlung oder Feuchteprobleme werden sichtbar.
22. Wie erkennt man mangelhafte Wandanschlüsse?+
Durch punktuelle oder lineare Temperaturabweichungen.
23. Können Estrichfeuchten erkannt werden?+
Ja, feuchte Estrichbereiche zeigen kühlere Oberflächen.
24. Wie erkennt man defekte Fußbodenaufbauten?+
Durch untypische Temperaturverläufe oder kalte Zonen.
25. Können Kältebrücken an Betonstützen sichtbar werden?+
Ja, Betonkerne zeigen oft markante Temperaturunterschiede.
26. Wie erkennt man fehlerhafte WDVS Ausführungen?+
Durch ungleichmäßige Dämmwirkung oder fehlende Platten.
27. Können Risse thermografisch sichtbar werden?+
Indirekt, wenn sie zu Feuchte- oder Temperaturveränderungen führen.
28. Wie erkennt man fehlerhafte Fensterlaibungen?+
Durch kalte Innenflächen und ungleichmäßige Temperaturverläufe.
29. Können defekte Dachdurchdringungen erkannt werden?+
Ja, Feuchte und Wärmeverluste zeigen sich deutlich.
30. Wie erkennt man Wärmeverluste an Türen?+
Durch kalte Zonen an Dichtungen und Anschlüssen.
31. Können Balkone und Attiken thermisch bewertet werden?+
Ja, typische Wärmebrücken sind klar erkennbar.
32. Wie erkennt man fehlerhafte Kellerabdichtungen?+
Durch feuchtebedingte Temperaturmuster an Innenwänden.
33. Können Leitungswege im Mauerwerk sichtbar werden?+
Ja, durch Wärmeabstrahlung oder Kältefelder.
34. Wie erkennt man defekte Heizkörperventile?+
Durch untypische Temperaturverteilung am Heizkörper.
35. Können elektrische Überlastungen sichtbar werden?+
Ja, überhitzte Bauteile erscheinen als Hotspots.
36. Wie erkennt man unzureichende Dämmung an Decken?+
Durch großflächige Wärmeverluste.
37. Können Wärmeverluste an Bodenplatten erkannt werden?+
Ja, besonders bei fehlender Perimeterdämmung.
38. Wie erkennt man fehlerhafte Dampfsperren?+
Durch Feuchteanomalien und Temperaturabweichungen.
39. Können Schimmelursachen thermografisch eingegrenzt werden?+
Ja, durch Identifikation von Kondensationsbereichen.
40. Wie erkennt man Wärmeverluste an Heizungsrohren?+
Durch lineare Wärmeabstrahlung im Bauteil.
41. Können defekte Fußleistenbereiche sichtbar werden?+
Ja, bei Feuchte oder Luftundichtigkeiten.
42. Wie erkennt man mangelhafte Innenwanddämmung?+
Durch ungleichmäßige Temperaturverteilung.
43. Können defekte Lüftungsleitungen sichtbar werden?+
Ja, durch Wärme- oder Kälteabstrahlung.
44. Wie erkennt man Wärmeverluste an Steckdosen?+
Durch punktuelle Kältefelder bei Luftundichtigkeiten.
45. Können defekte Kaminzüge sichtbar werden?+
Ja, durch untypische Erwärmung oder Abkühlung.
46. Wie erkennt man fehlerhafte Anschlussdetails?+
Durch lineare Temperaturabweichungen an Übergängen.
47. Können defekte Abdichtungen im Bad sichtbar werden?+
Ja, Feuchtebereiche zeigen kühlere Oberflächen.
48. Wie erkennt man Wärmeverluste an Rollladenführungen?+
Durch vertikale Kältebrücken.
49. Können defekte Dämmstoffplatten im WDVS erkannt werden?+
Ja, sie zeigen sich als kalte oder warme Felder.
50. Warum ist Thermografie ein unverzichtbares Werkzeug in Bauschadengutachten?+
Weil sie verdeckte Schäden zerstörungsfrei sichtbar macht und Ursachen eindeutig eingrenzt.