Worauf sollten Sie achten bei einem Foggingbefall

Fogging zeigt sich durch schwarze, rußartige Ablagerungen an Wänden, Decken und Möbeln

Schadensgutachten zu Fogging

1. Vorbemerkungen

Bautechnische und oder baubiologische Gutachten, hier Bauschadensgutachten aus einem Fäkalienschaden, decken Baumängel, Bauschäden und Reparatur und Sanierungsnotwendigkeiten an der Immobilie auf.

Ein Fäkalienschaden kann sowohl aus einem Baumangel als auch aus einem Bauschaden herrühren. Egal welcher Herkunft der Schaden ist, er ist nicht zu unterschätzen.

Bei einem Fäkalienschaden muss sehr schnell, fachmännisch und gründlich gehandelt werden, da diese Art von Schadensfall nicht nur materielle Schäden mit sich bringt, sondern auch gefährlich für die Gesundheit von Menschen aller Altersklassen ist. Das wissen wir aus unserer Erfahrung im Umgang mit solchen Schadensfällen.

2. Begriffsabgrenzungen zu Baumangel und Bauschaden

2.1 Baumangel

Ein Baumangel ist die Abweichung des Ist Zustandes eines Bauwerks oder einer baulichen Anlage vom geschuldeten Sollzustand. Die Ursachen für einen Baumangel sind in der Vorbereitung einer Baumaßnahme zu suchen, also vor dem Baubeginn. Er kann unterschiedlichster Art sein, zum Beispiel fehlerbehaftete Baugrunduntersuchungen oder Fehler im Bauprojekt des Architekten. Diese Ist Zustandsabweichung wirkt sich in der Regel als Wertminderung aus. Daher müssen Baumängel in Wertermittlungen angemessen berücksichtigt werden.

Baumängel können vielfältige Ursachen haben. Sie müssen immer bezogen auf den vorliegenden Schadenfall durch einen Gutachter ermittelt werden. Baumängel wirken sich in der Regel als Wertminderung für das Bauwerk aus. Ihre Beseitigung ist, wenn überhaupt zumutbar möglich, oft nur mit großem finanziellem Aufwand verbunden. Daher müssen sie in Wertermittlungen angemessen berücksichtigt werden.

2.2 Bauschaden

Ein Bauschaden ist die Verschlechterung des Zustandes eines Bauwerkes oder einer baulichen Anlage durch ein schädigendes Ereignis während oder nach der Bauzeit. Die Ursachen können unterschiedlichster Art sein, zum Beispiel durch Wasserrohrbruch, fehlerhaft eingebaute Wanddämmung oder mangelhafte Lüftung von Wohnräumen. Von einem Bauschaden spricht man auch, wenn minderwertige Baustoffe zum Einsatz kommen, anerkannte Regeln der Technik nicht beachtet wurden oder gültige DIN Normen missachtet wurden.

Bauschäden können vielfältige Ursachen haben. Sie müssen immer bezogen auf den vorliegenden Schadensfall durch einen Gutachter ermittelt werden. Bauschäden wirken sich in der Regel als Wertminderung für das Bauwerk aus. Ihre Beseitigung ist in der Regel möglich. Oft ist sie mit großem finanziellen Aufwand verbunden, der sich in Schadensgutachten oder Wertermittlungen angemessen widerspiegeln muss.

Die Erscheinungsformen der Mängel und Schäden an Bauwerken oder beweglichen Gütern können dreifacher Art sein:

  1. Fehler, die den Wert oder die Tauglichkeit des vertraglich geschuldeten Werkes zu dem gewöhnlichen oder dem nach dem Vertrag vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder mindern.
  2. Das Fehlen vertraglich zugesicherter Eigenschaften.
  3. Verstöße gegen allgemein anerkannte Regeln der Technik. Siehe hierzu § 633 Abs. 1 BGB und § 3 Nr. 1 VOB/B.

3. Die wesentlichsten Ursachen eines Fäkalienschadens

Ein Fäkalienschaden kann sowohl ein Baumangel als auch ein Bauschaden sein. Die Ursachen für diesen Schaden oder Mangel sind zu suchen:

  1. In der Vorbereitung einer Baumaßnahme vor dem Baubeginn.
  2. In Fehlern des Bauprojektes oder in fehlenden Bauprojekten.
  3. In der fehlerbehafteten Durchführung der Errichtung des Bauwerkes.
  4. Im Einbau fehlerbehafteter oder ungeeigneter Einbauteile.
  5. In falscher Auswahl von Bau und oder Reparaturmaterialien.
  6. In unterlassener Instandhaltung.
  7. In Fachfehlern bei Reparaturarbeiten durch Firmen.
  8. In der falschen Nutzung der Gebäudeteile wie Toiletten, Fäkaliengruben, Rohrleitungssysteme.
  9. In der Nutzung der Toilette als Mülltonne für Abfälle aller Art.
  10. In der Unkenntnis der Betroffenen im Umgang mit Fäkalienbefall.
  11. Und so weiter.

Die Ursachen sind durch den Sachverständigen mittels eines Bauschadensgutachtens zu finden. Zur Beseitigung des Schadens stellt sich die Frage wer trägt die Kosten. Hier entsteht oft Streit.

Die wesentlichste Gefahr bei einem Fäkalienschaden ist nicht der materielle Schaden, sondern die Gefahr der Erkrankung. Das geschieht wie bei Schimmelbefall, wenn Gefahrenstoffe, zum Beispiel Formaldehyd, durch Einatmen in den menschlichen Körper gelangen. Bei Kindern, älteren Menschen und chronisch Kranken ist die Gefahr höher, da:

  • das Immunsystem von Kindern noch nicht so stabil ausgebildet ist
  • bei älteren Menschen das Immunsystem nicht mehr so stabil ist
  • bei chronisch Kranken das Immunsystem geschädigt sein kann

Daher sind diese Personengruppen grundsätzlich extrem gefährdet.

4. Die notwendigen Sofortmaßnahmen bei einem Fäkalienschaden

Bei einem Fäkalienschaden empfehlen wir Ihnen, wenn Sie kein Fachmann sind:

  1. Denken Sie daran, dass in der Raumluft giftige Stoffe vorhanden sein können. Tragen Sie mindestens Mund und Nasenschutz. Nutzen Sie besser eine M3 Maske.
  2. Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie uns oder die Abteilung Hygiene bei Ihrer Stadt oder Kreisverwaltung an.
  3. Sperren Sie den Absperrschieber ab, wenn vorhanden. Dichten Sie die defekte Stelle provisorisch ab. Ist das Rohr im Keller, sperren Sie den Raum und lüften Sie durch Querlüftung. Betreten Sie den Raum bis zur Reparatur nicht.
  4. Wenn der Schaden durch eine verstopfte Toilette über oder unter Ihnen entstanden ist, verständigen Sie umgehend den Verursacher.
  5. Wenn der Schaden durch Ihre Toilette entstanden ist, benutzen Sie diese vorerst nicht mehr und bitten Sie eine Sanitärfachfirma um Beseitigung der Verstopfung.
  6. Wenn Wände und Decken berührt wurden, benötigen Sie so schnell wie möglich eine Fachfirma für Trocknungsdienste.
  7. Wenn Möbel oder Gegenstände betroffen sind, stellen Sie die Heizung ab, lüften Sie stark durch Querlüftung und entfernen Sie betroffene Gegenstände aus dem Raum.
  8. Verständigen Sie Versicherung und Vermieter spätestens am nächsten Tag.
  9. Veranlassen Sie die sofortige Reparatur der Schadstelle. Danach folgt eine sofortige Trocknung, danach die Desinfizierung des Raumes durch eine Fachfirma und abschließend eine Freimessung durch einen Sachverständigen.
  10. Bis nach der Desinfizierung, besser bis nach der Freimessung, sollten Sie den Raum nicht mehr betreten. Das gilt besonders für Kleinkinder und ältere Menschen.

5. Die Gefahren aus einem Fäkalienschaden

5.1 Gefahren für die menschliche Gesundheit

5.1.1 Formaldehyd

Formaldehyd ist der Trivialname für die giftige chemische Verbindung Methanal, dem einfachsten Aldehyd.

Physikalische Eigenschaften: Formaldehyd ist ein farbloser, stechend riechender Stoff, der bei Zimmertemperatur gasförmig vorliegt. Als Gas ist sein Geruch noch in Konzentrationen von 0,05 bis 1 ml pro m3 wahrnehmbar. Formaldehyd ist gut in Wasser löslich.

Akute Toxizität: Formaldehyd kann bei unsachgemäßer Anwendung und Vorkommen in der Luft:

  1. Allergien, Haut, Atemwegs oder Augenreizungen verursachen.
  2. Akute Lebensgefahr besteht ab einer Konzentration von 30 ml pro m3.
  3. Bei chronischer Exposition ist es karzinogen und beeinträchtigt Gedächtnis, Konzentration und Schlaf.
  4. Formaldehyd reizt die Schleimhäute und steht im Verdacht, krebserzeugend zu sein.

Karzinogenes Risiko: Seit 2006 sieht das BfR die krebserzeugende Wirkung bei Aufnahme über die Atemluft als hinreichend belegt an. Der Effekt gilt als konzentrationsabhängig. Bei Raumluftwerten bis 124 Mikrogramm pro m3 ist praktisch keine krebsauslösende Wirkung zu erwarten. Bei wiederholter deutlicher Überschreitung können Risiken bestehen.

Grenzwerte: Bei Textilien gelten 20 mg pro kg als Bestimmungsgrenze. Für hautnah getragene Kleidung gelten 75 mg pro kg, für andere Textilien 300 mg pro kg. In Deutschland liegt ein zulässiger Grenzwert bei 1500 mg pro kg. 1977 empfahl das Bundesgesundheitsamt für Innenraumluft maximal 0,1 ppm. Ein Arbeitsplatzgrenzwert liegt bei 0,3 ml pro m3 entsprechend 0,37 mg pro m3.

Emissionsquellen: Formaldehydhaltige Materialien wie Holzwerkstoffe, Bodenbeläge, Möbel und Textilien können ausgasen. Auch Rauch aus Zigaretten trägt zur Belastung bei. Im Rauch einer Zigarette finden sich etwa 0,02 bis 0,1 mg Formaldehyd.

Nachweis: Nachweise sind unter anderem über Chromotropsäure, Methylbenzothiazolonhydrazon oder Schiffsches Reagenz möglich. Für Holzwerkstoffe existieren Methoden und Normen zur Bestimmung des Emissionsverhaltens.

  1. Perforator Methode: mg Formaldehyd pro 100 g Probe.
  2. Desiccator Methode: mg pro l.
  3. Kammer Methoden: Messung in Prüfkammern. Normen sind DIN EN ISO 14184 1, DIN EN 717 1 und DIN EN 120.

5.1.2 VOC Konzentrationen, Nachweise, mögliche Erkrankungen

VOC sind flüssige organische Stoffe und Mischungen. Sie lösen oder verdünnen andere Stoffe ohne chemische Änderung. Lösemittel sieden unter 200 Grad Celsius und gehören zu flüchtigen organischen Verbindungen. Beispiele sind Alkane, Alkene, Alkohole, Ester, Ether, Ketone, Aromaten und chlororganische Verbindungen. Es sind über 8.000 Terpene und über 30.000 Terpenoide bekannt.

Terpene sind leicht flüchtig. Produkte im Wohnbereich geben sie an die Raumluft ab. Du riechst hohe Konzentrationen oft, zum Beispiel bei Lackarbeiten oder beim Reinigen mit Brennspiritus. In Neuprodukten können VOC aus Kunststoffen, Klebern, Lacken, Farben und Duftstoffen ausgasen.

Terpene kommen als sekundäre Inhaltsstoffe in Organismen vor. Sie leiten sich formal vom Isopren ab. Viele Terpene sind Naturstoffe und Bestandteile ätherischer Öle. Viele Terpene dienen als Geruchs oder Geschmacksstoffe in Parfüms und Kosmetik.

Beim Einatmen können Symptome auftreten:

  1. Kopfschmerzen
  2. Schwindelstörungen
  3. Reizungen an Augen, Nase, Rachen
  4. Müdigkeit
  5. Unangenehme Geruchs und Geschmackswahrnehmungen
  6. Einflüsse auf das Zentralnervensystem
  7. Narkotische und neurotoxische Wirkungen bei erhöhten Konzentrationen

5.2 Gefahren für die Bausubstanz

Ein Fäkalienschaden tritt meist als fäkalienhaltiges Wasser auf. Mauerwerk, Trockenbauwände, Holzbaustoffe und weitere Materialien nehmen es auf, weil sie hygroskopisch sind. Neben der Gesundheitsgefährdung führt der Feuchteeintrag zu materiellen Schäden, wenn du das Bauwerk nicht schnell fachgerecht trocknest.

Wichtig ist die Trocknung nicht sichtbarer Stellen wie Hohlräume in Holzbalkendecken, abgehängten Decken oder unter Estrich. Gerüche können gesundheitsschädlich sein. Feuchte führt ohne schnelle Trocknung zu Schimmelbildung. Schimmel kann im ungünstigen Fall nach drei Tagen sichtbar werden und Baustoffe wie Rigips unbrauchbar machen.

Für die Beratung und Erstellung eines Gutachtens zu Bauschäden stehen wir Ihnen mit einem Erstgespräch oder einer Schadensbesichtigung zur Verfügung.

Rufen Sie uns an oder schicken Sie eine Mail. Wir antworten in jedem Fall.

6. Unser Leistungsangebot und die Kosten

6.1 Vorbemerkungen

Für die Feststellung der Ursachen eines möglichen Bauschadens aus einem Fäkalienschaden bieten wir nach einem Erstgespräch oder einer Erstbesichtigung Gutachterleistungen an. Im Ergebnis können Sie ein Bauschadensgutachten beauftragen.

Unsere Leistungen berechnen wir auf der gesetzlichen Grundlage des JVEG, damit unser Honorar vergleichbar für unsere Kunden ist.

6.2 Unsere Leistungen zum Erstgespräch und zur Erstbesichtigung

Bei der Erstbesichtigung und im Erstgespräch besprechen wir das weitere Vorgehen zur fachgerechten Beseitigung. Je nach Gutachten benötigen wir Unterlagen wie:

  • Aktuelle Bauzeichnungen wie Grundrisse und Schnittdarstellungen, Änderungszeichnungen, Flächen und Raumberechnungen
  • Aktuelle Flurkarte
  • Aktueller Grundbuchauszug
  • Mietverträge
  • Zivilrechtliche Vereinbarungen zu Rechten Dritter

Im Erstgespräch klären wir auch:

  • Welche Vorleistungen Sie liefern können
  • Ob Sie ein allgemeines oder gerichtsfestes Gutachten wünschen
  • Wann das Gutachten fertig sein muss
  • Worauf Sie besonderen Wert legen
  • Wie viele Exemplare Sie benötigen
  • Zu welchem Zweck das Gutachten dient

Wenn Sie einen Fäkalienschaden feststellen, sollten Sie möglichst schnell reagieren und einen Termin vereinbaren. Eile gilt wie beim Wasserschaden. Ohne schnelle Trocknung steigt das Schimmelrisiko. Zusätzlich können giftige Stoffe freigesetzt werden, die bei längerem Kontakt lebensgefährlich sind.

Und

Die Beseitigung kleiner materieller Schäden kostet wenig. Wenn Sie sie unbeachtet lassen, entstehen große Schäden mit hohen Kosten.

Und

Unbeachtete kleine gesundheitliche Veränderungen können zu dauerhaften Beeinträchtigungen führen.

6.3 Unsere Leistungen zum Erstgespräch und zur Erstbesichtigung

Bei der Erstbesichtigung eines möglichen Schadens besprechen wir die Voraussetzungen für die Ursachenfindung. Dafür benötigen wir Unterlagen wie Bauzeichnungen, Rohrleitungspläne, Flächen und Raumdarstellungen, Mietverträge oder Vereinbarungen zu Rechten Dritter.

Der Sachverständige bespricht mit Ihnen:

  • Welche Vorleistungen notwendig sein können, zum Beispiel Bauunterlagen, Verträge, Rechnungen
  • Ob Sie ein allgemeines oder gerichtsfestes Gutachten wünschen
  • Wann das Gutachten fertig sein soll
  • Worauf Sie Wert legen
  • Wie viele Exemplare Sie benötigen
  • Zu welchem Zweck das Gutachten erstellt wird

Auf dieser Grundlage erhalten Sie ein schriftliches Angebot. Nach Annahme vereinbaren wir einen Termin zur Bestandsaufnahme. Dabei erfassen wir Daten und Bilder für das Gutachten.

6.4 Notwendige Nachfolgeleistungen nach der Erstbesichtigung

Mögliche Nachfolgeleistungen sind:

  • Kostenpflichtiger Abschlussbericht als Beweis und zur Argumentation gegenüber Parteien.
  • Gutachten zur Ursachenfindung mit weiteren Untersuchungen wie Luftproben, Messungen, Datenloggern oder Bauwerksöffnungen.
  • Gutachten für ein selbständiges Beweisverfahren.
  • Gutachten für eine gerichtliche Auseinandersetzung.
  • Hilfestellung bei der Schadensbeseitigung.

Das Kostenangebot für ein Gutachten hängt ab von:

  • Allgemeine Wertermittlung oder gerichtsfestes Gutachten
  • Größe des Objektes, Anzahl der Gebäude, Schadensart und Umfang
  • Kontaminationsschäden oder einfache Bauschäden
  • Dauer der Bestandsaufnahme
Hinweis Wenn Sie Bauzeichnungen und Wohnflächenberechnungen bereitstellen, verkürzt das die Bestandsaufnahme. Das senkt die Kosten.

Auf dieser Grundlage erhalten Sie ein schriftliches Angebot. Nach Annahme erfassen wir bei der Bestandsaufnahme alle nötigen Daten und Bilder.

7. Häufig gestellte Fragen zu einem Foggingschaden

1. Was ist Fogging im bautechnischen Sinne?+
Ein plötzlich auftretender schwarzer Schmierfilm aus organischen Partikeln, der sich auf Oberflächen ablagert.
2. Wie äußert sich Fogging optisch?+
Schwarzgraue, wischbare Beläge an Wänden, Decken, Möbeln und Einrichtungsgegenständen.
3. Warum tritt Fogging häufig im Winter auf?+
Weil kalte Oberflächen und geringe Luftwechselraten die Partikelanlagerung begünstigen.
4. Welche Stoffe sind typisch für Fogging?+
Weichmacher, Siloxane, Alkydharze, VOC und organische Aerosole.
5. Ist Fogging ein Schimmelbefall?+
Nein, Fogging ist rein chemisch physikalisch und nicht mikrobiologisch.
6. Ist Fogging gesundheitsschädlich?+
Die Partikel können reizend wirken, gelten aber nicht als toxisch im klassischen Sinne.
7. Wie entsteht Fogging technisch?+
Durch Ausgasung organischer Stoffe, die sich an kühlen Oberflächen elektrostatisch anlagern.
8. Welche Rolle spielen neue Möbel?+
Sie können VOC und Weichmacher freisetzen, die Fogging begünstigen.
9. Welche Rolle spielen Renovierungen?+
Frische Farben, Lacke und Kleber erhöhen die Emissionslast.
10. Welche Rolle spielen Kerzen?+
Kerzenruß kann Fogging verstärken, ist aber nicht die Hauptursache.
11. Wie wird Fogging im Gutachten nachgewiesen?+
Durch Wischproben, Materialproben, VOC Analysen und GC MS Laboruntersuchungen.
12. Welche Messmethoden sind relevant?+
FTIR, GC MS, Partikelanalyse, VOC Screening, Thermografie.
13. Wie unterscheidet man Fogging von Ruß?+
Fogging ist schmierig, organisch und nicht brennrückstandsähnlich.
14. Wie unterscheidet man Fogging von Schimmel?+
Fogging ist wischbar, homogen und ohne mikrobielles Wachstum.
15. Welche Räume sind besonders betroffen?+
Schlafzimmer, Wohnzimmer, wenig gelüftete Bereiche.
16. Welche Rolle spielt die Oberflächentemperatur?+
Kalte Flächen ziehen organische Partikel stärker an.
17. Welche Rolle spielt die Luftfeuchte?+
Niedrige Feuchte erhöht die elektrostatische Anziehung.
18. Welche Rolle spielt die Heizung?+
Konvektionswärme verteilt Partikel im Raum.
19. Welche Materialien sind fogginganfällig?+
Dispersionsfarben, Tapeten, Kunststoffe, Laminat, PVC.
20. Welche Möbeloberflächen sind betroffen?+
Lackierte, beschichtete und kunststoffhaltige Oberflächen.
21. Wie wird die Ursache im Gutachten eingegrenzt?+
Durch Analyse von Materialien, Emissionsquellen, Raumklima und Partikelzusammensetzung.
22. Welche Probenarten werden entnommen?+
Wischproben, Materialproben, Luftproben, VOC Proben.
23. Wie lange dauert die Laboranalyse?+
Typisch 5–10 Werktage.
24. Ist Fogging ein Versicherungsfall?+
Meist nein, da kein klassischer Schaden im Sinne der Gebäudeversicherung vorliegt.
25. Ist Fogging ein Mietmangel?+
Ja, wenn die Ursache baulich oder materialbedingt ist.
26. Kann Fogging durch falsches Lüften entstehen?+
Es kann begünstigt werden, ist aber selten alleinige Ursache.
27. Welche Rolle spielt die Möblierung?+
Dicht gestellte Möbel verhindern Luftzirkulation und fördern Ablagerungen.
28. Wie wird Fogging fachgerecht gereinigt?+
Mit fettlösenden Reinigern, Grundreinigung und ggf. Neuanstrich.
29. Muss die Tapete entfernt werden?+
Nur bei tiefem Eintrag oder starkem Schmierfilm.
30. Muss die Wand neu gestrichen werden?+
Ja, häufig mit foggingresistenten Farben.
31. Welche Farben sind foggingresistent?+
Hochwertige, emissionsarme, lösemittelfreie Dispersionsfarben.
32. Welche Bodenbeläge sind unkritisch?+
Keramik, Stein, mineralische Beläge.
33. Welche Produkte begünstigen Fogging?+
Duftöle, Weichmacherprodukte, neue Möbel, Renovierungsstoffe.
34. Wie wird die Wiederholungsgefahr bewertet?+
Durch Analyse der Emissionsquellen und Raumklimadaten.
35. Wie lange kann Fogging nach Renovierungen auftreten?+
Bis zu 12–24 Monate, abhängig von Emissionsquellen.
36. Welche Rolle spielt die Baufeuchte?+
Sie kann VOC Freisetzung verstärken.
37. Welche Rolle spielt die Raumluftqualität?+
Hohe VOC Last erhöht Foggingrisiko.
38. Wie wird die Verantwortlichkeit bewertet?+
Durch technische Zuordnung der Emissionsquellen und Bauprodukte.
39. Welche Normen sind relevant?+
DIN 1946 6, DIN 4108, VDI 4300, UBA Empfehlungen.
40. Wie wird Fogging dokumentiert?+
Fotos, Messprotokolle, Laborberichte, Materiallisten.
41. Welche Sanierungsmaßnahmen sind notwendig?+
Reinigung, Materialaustausch, emissionsarme Produkte, Raumklimastabilisierung.
42. Können Foggingstoffe Gerüche verursachen?+
Ja, insbesondere VOC haltige Emissionen.
43. Können Foggingpartikel Allergien verstärken?+
Ja, durch Reizwirkung auf Schleimhäute.
44. Wie lange dauert eine vollständige Sanierung?+
Je nach Umfang 1–3 Wochen.
45. Warum ist ein unabhängiges Fogginggutachten wichtig?+
Zur eindeutigen Ursachenklärung, Beweissicherung und Streitvermeidung.